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Wenn du in Eile bist, mache einen Umweg (Zen Buddhismus)

Heute möchte ich diesen Spruch mit euch teilen, der uns daran erinnern soll, wie wichtig es ist, im Alltag inne zu halten.

Hier ein paar Gedanken, die mir dazu einfallen:

Sei feinfühlig zu dir selbst

Nimm den Fuß vom Gas, wenn die Anforderungen Überhand nehmen

Lerne deine inneren Treiber kennen und bekämpfe sie, wenn sie außer Kontrolle geraten

Enttarne und kontrolliere dein Ego

Denke positiv, analysiere die Situation und bewerte sie neu

Was möchtest du und was fühlt sich gut und richtig für dich an?

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende euch allen 😄 Alles Liebe, eure Rox

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Bist du die richtige Person?

„Leider nein, es gibt passendere Profile als Ihres.“ Diese Aussage ist zwar stark reduziert von meiner Seite, aber der Kern bleibt derselbe. 

Ich frage mich, wem mein Profil gefallen soll? Dem Recruiter? Dem Abteilungsleiter? Dem CEO? 

Was genau soll gefallen? Das Layout? Der Inhalt und die Schreibweise? Die Firmen, die im Lebenslauf angeführt sind? Das Foto? Das Alter? Das Geschlecht? Die Liste ließe sich mit Sicherheit noch um einiges ergänzen.

Wieder am Jobmarkt zu sein, ist schwer und je länger man fern war, umso beschwerlicher wird sie die Umstellung. Zu Beginn gibt es einen sehr wichtigen Schalter, den du lernen musst, zu aktivieren: die Selbstvermarktung und – Darstellung. Dazu fällt mir ein Wort ein, das aktuell in aller Munde ist: „Authentizität“ und ich frage mich, was daran wirklich authentisch ist? Du hast zumeist nicht länger als 60 Minuten, um in den bestmöglichen Worten deinem Gegenüber mitzuteilen, dass du ein absoluter Überflieger bist und sie schlichtweg verrückt wären, dich nicht zu nehmen. Einmal ins Stottern geraten, das falsche Wort gesagt oder vielleicht einfach bei der Wahrheit geblieben? Man kann sich nie 100% sicher sein, wie dies im Nachhinein bewertet wird. 

Nach dem Gespräch beginnt sie die Warterei: 7 Tage, 14 Tage oder du erhältst nie eine Entscheidung. Ist die Rückmeldung positiv, gehts auf in die nächste Runde und dann vergiss nicht, den Schalter wieder umzulegen, Selbstvermarktung an und sei auf keinen Fall zu ehrlich.

Erhältst du eine E-Mail mit einer negativen Rückmeldung, wird dir meistens von Leuten in deinem näheren Umfeld geraten, es nicht zu persönlich zu nehmen und es „einfach“ ad acta zu legen. Das funktioniert in manchen Fällen, aber wenn es eine Position in einer Firma betrifft, die du wirklich gerne angetreten hättest, dann ist es nicht mehr so einfach dem Rat zu folgen. Und wenn du eine bestimmte Anzahl an Absagen erhalten hast, dann ist das gedankliche Archivieren auch nicht mehr möglich, ohne in eine negative Gedankenspirale zu geraten, die deinen Selbstwert betrifft.

Kurz zusammengefasst, geht es also in Bewerbungsprozessen um das ständige Bewerten deiner Person. Es beginnt damit, dass du großen Wert auf die Aufmachung deiner Unterlagen legst, im weiteren Verlauf rückst du dich ins rechte Licht, präsentierst dich am Silbertablet und überlegst dir, was du im Gespräch wie rüberbringen kannst, um einen maximalen Impact zu hinterlassen. Der Wettbewerb ist groß und der potentielle Arbeitgeber hat die Qual der Wahl. Am Ende wird bewertet und rasch entschieden, ob dein Profil passt oder nicht.

Doch die Arbeitswelt hat sich verändert und ich habe in den letzten Wochen auch sehr viel Positives erlebt. Es gibt Firmen, die sich sympathisch und menschlich präsentieren, eine wertschätzende Gesprächsbasis schaffen und für potentielle Mitarbeiter ansprechende Pakete schnüren. Anreize, die weit übers Gehalt hinausgehen, werden geschaffen. Diese neue Denke ist notwendig, denn die Wahl nach einem neuen Arbeitgeber ist viel bewusster geworden. Es zählt mitunter wie nachhaltig die Firma agiert, wie es ums Firmenklima und die Work-Life Balance bestellt ist, wie flexibel gearbeitet werden kann und ob Freizeitaktivitäten geboten werden.

Ich kann jedem, der aktuell Job sucht oder es vorhat, nur dazu raten, sich die Zeit zu nehmen, sich im Klaren über folgendes zu werden:

  • Welches Umfeld brauchst du, um aufblühen und wachsen zu können?
  • Im Hinblick auf deine neue Wunsch-Position: Was sind Tätigkeiten, die dir leicht von der Hand gehen und die dir Spaß bereiten?
  • Wo hast du an dir Stärken festgestellt, die du bei anderen eher vermisst?
  • Was möchtest du zukünftig anders machen?

Die perfekte Herangehensweise für Vorstellungsgespräche ist für mich: zu wissen, was man will, aber auch, welches Umfeld man unbedingt vermeiden möchte, selbstbewusst aufzutreten, ohne arrogant zu wirken und in jedem Fall authentisch zu bleiben. Es ist niemandem damit geholfen, wenn du eine Zusage aufgrund von falschen Aussagen oder Lügen erhältst.

Wenn es dann klappt, kannst du dich aufs neue Kapitel und die neue Chance in einer Firma freuen, die auch du sorgfältig gewählt hast.

Bild: Pixabay/qimono

Alles Liebe.

Eure Rox.

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Level 33

Letztens hab ich einen interessanten Beitrag gelesen, darin handelte es sich ums Alter und dass es besser und passender wäre, sein Alter in Level-Anzahl auszudrücken. Meines wäre Level 33 und das Positive daran: Wir würden uns wohler dabei fühlen, je höher, die Zahl. Seit ich 30 geworden bin, ist das Alter auch für mich ein eher unangenehmes Thema. Werde ich zu schnell gefragt, passiert es auch mir, dass ich oft überlegen muss – viel zu schnell ziehen die 12 Monate Jahr für Jahr an mir vorüber.

Es dürfte ein ungeschriebenes Gesetz in der Gesellschaft sein: Passiert man ein gewisses Alter, wird man schlagartig, still und heimlich als „alt“ abgestempelt. Dieses oder jenes Verhalten ginge dann nicht mehr und man solle sich dem Alter gemäß benehmen. Davon halte ich nichts, ich vertrete die Meinung, man ist so alt wie man sich fühlt und muss keinem vorgegebenem Durchschnitt der Alterskategorie entsprechen.
Doch das Altern geht auch an mir nicht spurlos vorüber. Ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich gerne noch 27 wäre, so knapp vor den 30, nicht mehr in der Pubertät feststeckend, auf keinem Selbstfindungstrip, aber auch nicht zu alt um den Ernst des Lebens vollständig begriffen zu haben und es nur mehr darum geht, ein Ziel nach dem anderen zu erreichen.

Würd ich tauschen wollen mit meinem jüngeren Ich? Nein, viele Bonuspunkte und viele Level, die ich bereits erfolgreich gemeistert habe, würden verloren gehen und ich müsste mein Glück nochmals von vorne beginnen: Mich erneut Ungeheuern, meinen eigenen Schwächen oder gar der Ungerechtigkeit des Lebens stellen. Tja das Level 33 ist natürlich kein Level, das mich schützt oder behutsamer behandelt. Ich werde mich weiter beweisen müssen und mein Leben erfolgreich bestreiten, um in die nächsten Ebenen hochziehen zu können. Die Level werden auf alle Fälle nicht einfacher, das ist eine Annahme, die ich mit Sicherheit treffen kann.
Was wird sich verändern? Wir haben mehr Werkzeuge, die uns zur Verfügung stehen, wir lernen uns besser kennen und wissen, wann und wie wir die erlernten Tools gekonnt einsetzen.

Gerade das Thema „Selbstliebe“ ist ein sehr wichtiges. Vielen geht es speziell in Leveln weiter unten so, dass sie am liebsten auf einen anderen Avatar ausweichen würden. Der Wunsch ist groß, ihn so zu formen, wie man ihn haben möchte oder wie die Gesellschaft uns sehen möchte. Man ist mit dem eigenen Aussehen unzufrieden und fokussiert sich plötzlich nur mehr auf all jenes, das einem selbst nicht gefällt. Je höher das Level, desto mehr lernen wir uns lieben.

Jeder Jahreswechsel leitet bei mir gedanklich auch meinen Geburtstag ein, der im Jänner stattfindet. Ich beginne mich aufs nächste Level vorzubereiten und gehe in mich und fasse die letzten 12 Monate für mich zusammen: Was hat für mich gut funktioniert? Was würde ich im nächsten Level ändern? Was habe ich dazu gelernt?

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber ich werde mir bei allen kommenden Geburtstagen immer vor Augen halten, dass es ein nächstes Level ist und dass ich mit allen erlernten Werkzeugen nur das Beste für mich rausholen werde.

Ich wünsche euch gutes Gelingen dabei 🙂 Alles Liebe, eure Rox

Foto Credit: Pixabay / GLady

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Y.O.U.

Wenn wir Kinder sind, beschäftigen wir uns nicht mit den großen Fragen des Lebens – es geht nicht darum, wer wir sind, was wir vom Leben möchten oder was die anderen von uns erwarten. Wir SIND einfach – ohne es zu hinterfragen. Beobachte ich heute Kinder, stelle ich immer wieder fest, wie ehrlich sie sind und dass sie auch nur jene Aktivitäten verfolgen, auf die sie Lust haben. Sie tun einfach, was sich für sie in dem Moment gut anfühlt.

Bald werden wir älter und verbringen natürlich die meiste Zeit mit unserer Familie, später dann mit Klassenkameraden, unseren Freunden etc. Unsere Kindheit bringt Glaubenssätze hervor, die sich still und heimlich in uns einpflanzen und uns später – im schlimmsten Fall – beginnen von Innen aufzufressen. Sie prägen uns und auch unser weiteres Leben.

Wenn wir erwachsen sind, dann sind wir es rein körperlich und im Äußeren, im Inneren sind wir alle verletzte und gekränkte Kinder. Die Ausprägung sieht wohl bei jedem ein wenig anders aus. Ich staune immer wieder, wenn ich öfter im Alltag innehalte und meine Reaktionen hinterfrage, wie oft ich mich im Autopiloten befinde. Dann reagiere ich kindlich, ohne es zu merken.
Ich merke auch, wie ich gemäß bestimmter Glaubenssätze handle, die bei vielen oft sogar für lange Zeit im Verborgenem bleiben. „Sei perfekt“, „Mach es allen recht“ oder etwa „Streng dich an“ sind nur einige von ihnen. Das sind nicht nur Sätze, an die wir denken und die uns vertraut vorkommen. Sie lenken unser Leben, weil sie unser Denken und unser Handeln leiten. Damit will ich jetzt nicht aussagen, dass wir alle nur die Summe unserer Glaubenssätze sind, aber ich denke wir sind uns dessen nicht bewusst, wie viel sie unser Leben beeinflussen. Denn – und das ist ein Trugschluss – wir sind erwachsen und haben die Kontrolle über unser Leben und die Kindheit ist vorbei und abgehakt.

Es gibt auch viele Situationen, in denen wir gelernt haben, dass es angemessener ist, sich zu verstellen und entgegen unserer Natur zu reagieren. Da greift dann weder das Kind, noch die Erwachsenen, die wir sind. Wir kopieren ein Verhalten um am Ende unser gewünschtes Ziel zu erreichen. Wenn du zB das Gefühl hast, du kommst im Beruf in einer bestimmten Firma nur voran, wenn du mit Ellbogen und stark ausgeprägtem Konkurrenzdenken agierst und plötzlich zu einem Menschen wirst, der du nicht bist.

Dass wir realisieren, was uns ausmacht, wer wir wirklich sind – wird für mich immer wichtiger und es stellt sich heraus, dass der Prozess wohl auch nie abgeschlossen sein wird. Wir verändern uns konstant, werden uns immer mal wieder überraschen und bestimmt auch mal wieder enttäuschen. Das gehört zum Leben. Zu uns zu stehen, unsere Gefühle anzunehmen, unsere Vergangenheit zu akzeptieren und beginnen unsere Gegenwart und Zukunft selbstbestimmt zu leben – und die düsteren Wolken der Vergangenheit abzuschütteln, das ist eine hohe Kunst. Tja, nichts leichter als das 😉
Auch hier ist es wieder wichtig, dass wir uns Zeit geben – erlernte Glaubenssätze und Verhaltensweisen sind ja auch nicht über Nacht entstanden und begleiten uns zum Teil schon unser ganzes Leben.

Wenn wir uns kennengelernt haben, wie wir wirklich sind und wissen, was uns ausmacht, dann ist es uns auch gelungen, unser Altes Ich und das neue Ich zu vereinen. Der Gedanke hat mich übrigens heute auch auf den Blog-Titel gebracht, passt leider im Englischen sehr viel besser als im Deutschen: Y (Young). O (Old). U (Unite). Vereinen wir also unsere Lebensziele und Wünsche mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit und schließen wir mit dem, was war, Frieden, dann haben wir endlich genug Energie ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Ich mach mich auf den Weg, wie gehts euch?

Foto Credit: Geralt / Pixabay

Alles Liebe, eure Rox

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An wen hast du deine Seele verkauft?

Was ist unser Wert? Ist der Wert der Seele denn nicht unbezahlbar? Und noch viel wichtiger, was sind wir uns selbst wert? Das sind essenzielle Fragen für mich. Viel zu oft im Leben hab ich mich selbst nicht so behandelt, als würde ich mich als etwas Wertvolles einstufen. Und das Schlimme daran, wir merken es nicht: Oft ist es eine Stimme von Außen, ein negativer Schlüsselmoment oder ein paar Kabeln in unserem Kopf fügen sich endlich zusammen und lassen uns die Wahrheit erkennen.

  • Wir arbeiten für Arbeitgeber, die uns ungerecht und respektlos behandeln. 
  • Wir treffen uns mit Personen, die uns Energie stehlen und davon ihre eigenen Akku laden.
  • Wir leugnen, was wir möchten, um es anderen recht zu machen. Ein leise gedachtes Nein, wird dann schnell ein ausgesprochenes, gequältes „Na gut.“

Gerade der letzte Punkt, das Helfergen kann eine sehr positive Sache sein, doch benimmt es sich wie ein nimmersattes Monster und irgendwann gibt es kein Ende und es kennt keine Grenze mehr. Immer mehr geben und Recht machen und immer weniger selbstbestimmt leben, um den Erwartungen und Wünschen unserer Mitmenschen zu entsprechen.

Lange Zeit hab auch ich es nicht eingesehen. Ich hab doch – wie immer alles unter Kontrolle – und tue ja im Endeffekt nichts, was ich nicht auch möchte. Aber ist das denn so oder belüge ich mich nicht eher selbst? Die Tatsache, dass wir tun, was andere wollen und sie damit glücklich machen, verhilft uns noch lange nicht zu einem zufriedenen Leben und einer friedvollen Seele.

Auch ich hatte meine Seele verkauft, wenn man so möchte. Ich wusste es nicht, vielmehr war es wohl eine stillschweigende Zustimmung und nun steckte ich fest?

Es gab Schlupflöcher, so wie in vielen Verträgen. Mühsam kämpfte ich mich raus, denn der Preis, den ich dafür bezahlte, schien mir schlichtweg nicht fair zu sein. Meine Seele ist mein ein und alles. Sie ist ein Unikat.

Versteht mich nicht falsch, ich bin schon der Meinung, dass wir Pakte im Laufe unseres Lebens schließen und unsere Seele hängt da immer ein stückweit drinnen. Die Frage ist nur, was erhalten wir im Gegenzug? Ist es Verständnis? Liebe? Glück? Geld? Es muss sich für uns gerecht anfühlen und die Waage halten. Es ist ein Geschäft, bei dem beide Parteien profitieren sollten. Entdeckst du ein Ungleichgewicht bedeutet das nicht sofort, dass du den Vertrag auflösen musst, ein Anfang könnte sein, das Gespräch zu suchen und ggf nachzuverhandeln.

Wie viele stillschweigende Pakte habt ihr geschlossen?

Alles Liebe, eure Rox