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Wo ist denn der Knopf für die innere Motivation?

Einmal die Woche ist es mir passiert, ER hat wieder zugeschlagen, der Schweinehund. In letzter Zeit sehe ich ihn öfters, manchmal huscht er an mir vorbei manches Mal macht er sich neben mir breit und weicht nicht von meiner Seite. Ich denke auch er spürt es, wenn jemand besonders empfänglich für ihn ist, reibt sich die „Pfoten“ und freut sich, auf ein gefundenes Fressen. Ich war doch so motiviert am Vorabend. Die Vorstellung vor dem Arbeitstag laufen zu gehen, fand ich schön. Ich dachte an einen sonnigen, zugegeben sehr kühlen Mittwoch Morgen, freute mich aber darauf. Am besten noch neue Musik mit auf die Route nehmen und der Tag kann eigentlich nur gut werden oder?

Als am Mittwoch um 6 Uhr 40 mein Wecker klingelte und ich die Augen öffnete, war nichts von der Motivation vom Vorabend mehr vorhanden. Es war finster und nass draußen und unter meiner Bettdecke war es warm und gemütlich. Ich haderte mit mir, stellte den Wecker 15 Minuter weiter, nur um, als er erneut klingelte, festzustellen, dass sich an meiner Lustlosigkeit nicht viel verändert hatte. Ja, ich gebe es zu, ich hab weiter geschlafen und es auf den nächsten Tag verschoben, da wäre dann auch sicher das Wetter besser. Dicht an mich gekuschelt, der Schweinehund mit einem Grinsen im Gesicht. Er hatte es geschafft, ich war bei ihm geblieben.

Ich versuchte es so hinzunehmen, Donnerstag ist ja auch noch ein Tag. Den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ wollte ich nur ungern imitieren, daher lief es am Donnerstag Morgen besser als am Tag davor. Die Sonne empfing mich und ich begann mich langsam umzuziehen und mich gedanklich auf die Laufrunde vorzubereiten, sozusagen einzustimmen. Als ich aus dem Schlafzimmer ging, erhielt ich einen vorwurfsvollen Blick vom Schweinehund. Ich denke, er ist kurz davor, die Beziehung zu beenden, zutiefst enttäuscht ist er von meinem Entschluss.

Ich startete meine Runde und fror mir buchstäblich den Hintern ab. Doch die Sonne begann zu scheinen und mit jedem Meter mehr den ich lief, begann ich innerlich breiter zu lächeln. Langsam wurde mir wärmer und ich konnte auch nicht widerstehen, Fotos zu machen, als hätte ich die Sonne seit Monaten nicht mehr gesehen. Zuhause angekommen, zog ich meine Laufschuhe aus und fühlte mich gut, ich war stolz, mich überwunden zu haben und die Bewegung tat mir gut.

Warum schaffen wir es an manchen Tagen uns zu überwinden und uns stückweit auszutricksen und an manchen wollen wir nicht mal einen Zeh aus dem Bett strecken? Ich denke jeder Mensch hat seine eigenen Motivatoren – meiner war an diesem Morgen die Sonne, ich wollte sie unbedingt wiedersehen und das wars mir wert 🙂

Eure Rox.

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