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Heute MUSS ich nicht

Struktur gibt uns oft Halt, sei es in der täglichen Routine im Privatleben oder im Job, wir benötigen sie, damit uns der Tagesablauf leichter von der Hand geht. Es gibt uns ein sicheres Gefühl, wenn wir die Kontrolle über das Geschehen behalten und meist zu 80% prophezeien können, was in welcher Form geschehen wird. Auch ich bin hier keine Ausnahme. Die goldene Mitte oder das oft herbei geträumte „Mittelding“ ist wie so oft das Ergebnis, das wir anstreben.

Meine letzten Wochen hatten zu viel von „Du musst“ und zu wenig von „Ich will“. Ich musste in der Arbeit Leistung erbringen, fokussiert sein und von Montag bis Freitag immer dasselbe Level an Qualität abliefern. Auch privat sollte ich verfügbar sein, meine sozialen Kontakte wollten gepflegt werden und zu guter Letzt erfüllten sich auch die lästigen Pflichten noch nicht von selbst. Die Wochenenden wurden dazu genutzt um Freunde und Familie zu besuchen und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Die letzten Wochen hatte ich das Gefühl die Arbeitswoche hätte 6 Tage und das Wochenende hielt nur mehr einen Tag zum Abschalten bereit.

Wie ein kleines Kind auf Weihnachten hatte ich mich die letzten Wochen auf 4 Tage Italien gefreut. ENDLICH konnte ich 4 Tage machen, wonach mir der Sinn stand und es existierte kein Plan, keine Uhr und keine Verpflichtungen. Am allermeisten genoss ich, dass ich in den Tag hineinlebte und nicht wusste, wie spät es war und meistens auch nicht, was die nächsten Stunden passieren würde. Der Urlaub endete mit einem Abend, den wir tanzend in einem Club verbrachten – auch hier bemerkte ich, wie entladend und entspannend 3 Stunden tanzen sein können 🙂

Nun bin ich wieder im Alltag angekommen, ich verwende bewusst die Formulierung „stecke fest“ nicht, denn ich habe die letzten Tage reflektiert und festgestellt, wie schnell es geht, dass wir uns in Wochen wiederfinden – die wir zwar selbst gestalten können – die uns aber ziemlich schnell aus dem Ruder laufen können. Ich bin selbst für meine Wochen verantwortlich und wer hindert mich daran „NEIN“ zu sagen? Wer hindert mich daran mir einen entspannten Abend alleine zu gönnen? Niemand. Wir selbst stehen uns viel zu oft im Weg, wir möchten überall dabei sein, es jedem Recht machen und wundern uns, dass Körper und Seele bei dem Tempo irgendwann nicht mehr mithalten können.

Morgen werden ich den Tag mit einer Radrunde starten und danach spontan entscheiden, wonach mir der Sinn steht. 🙂

Bis bald. Eure Rox

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