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Überrollt

Es passiert mir in letzter Zeit öfters, dass ich in einer bestimmten Handlung innehalte, mir eine Erinnerung in den Kopf schießt und ich einen Stich ins Herz bekomme. Dann überrollt mich der Schmerz lawinenartig und ich kann nicht mehr atmen. Von einer Sekunde auf die andere fühle ich mich wie in einem Albtraum gefangen, eine Welt, in der es dich nicht mehr gibt.

Du besuchst mich regelmäßig in meinen Träumen und das sind die einzigen Treffen, die ich mit dir habe. Die einzige Möglichkeit, dich zu sehen. Der Nebel der letzten 2 ½ Monate löst sich schön langsam auf und auch die Erinnerungen der letzten fast 2 Jahre, die du trotz deiner Krankheit gut gemeistert hast, treten in den Hintergrund.

Immer öfter sehe ich dich gesund und lächelnd vor mir stehen.

Ich höre deine fröhliche Stimme, als wir telefoniert haben und du dich über meinen Anruf gefreut hast.

Ich spüre deine herzliche und warme Umarmung, die ich zur Begrüßung immer erhalten habe.

Ich fühle mich unbeholfen und kann mit der Situation nicht umgehen. Als ich im Nebel stand und nur wie ein Roboter funktioniert habe, ging mir alles leichter von der Hand. An vielen Tagen versuche ich mich abzulenken und ertappe mich dabei, dass ich es für kurze Zeit vergesse. Dann rollt die Welle an. Ich entscheide, dann je nach Gefühl, ob ich sie zulasse oder die Erinnerungen versuche wegzuschieben.

Was mir bleibt sind die positiven Erinnerungen an dich und mir hilft es, die Momente der Trauer zuzulassen und an dich zu denken. Ich weiß tief im Inneren, dass es dir jetzt besser geht und du nicht mehr leiden musst. Es mag wie eine Floskel klingen, aber das Leben, das du zuletzt gelebt hast, hast du erduldet, aber du warst sehr traurig und um deine Unabhängigkeit komplett beschnitten.

Danke, dass du immer ein Vorbild warst und ich durch dich zu einem besseren Menschen geworden bin. Vieles verstehe ich erst jetzt und es hilft mir, dir auf diese Weise zu danken.

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